Vier Einsatzkräfte der Aicher Ambulanz in Einsatzbekleidung stehen vor einem Großraum‑Rettungswagen der Aicher Ambulanz Union in der Übungshalle.

Berlin – Im Rahmen der Großübung Medic Quadriga 2026 trainierte die Bundeswehr gemeinsam mit zahlreichen zivilen Kräften die komplette Rettungskette vom angenommenen Einsatzgebiet bis nach Deutschland unter realitätsnahen Bedingungen. 

Im Fokus stand der strategische Verwundetentransport aus dem NATO‑Bündnisgebiet zurück in die heimische medizinische Versorgung. Der dafür eingerichtete Hub in Berlin fungierte als zentraler Knotenpunkt für die Aufnahme und Weiterverteilung der Patientinnen und Patienten. Dabei demonstrierte die Übung eindrucksvoll die hohe Leistungsfähigkeit aller eingesetzten Kräfte und unterstrich die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Akteuren.

An der Übung nahmen über 1.000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 250 zivile Einsatzkräfte teil. Unter ihnen befanden sich auch Kräfte des Medizinischen Katastrophen‑Hilfswerks Deutschland (MHW): Die Aicher Ambulanz Union stellte einen Großraum‑Rettungswagen (GRTW) bereit, der im Rahmen des simulierten Patiententransports zum Einsatz kam.

Dieses Fahrzeug steht exemplarisch für die vielfältigen und schlagkräftigen Ressourcen innerhalb des MHW, denn der Verband verfügt durch seine zahlreichen Mitgliedsunternehmen über ein starkes Einsatzpotenzial: Rund 10.000 qualifizierte Helferinnen und Helfer sowie mehr als 2.500 Einsatz‑ und Spezialfahrzeuge stehen bundesweit bereit. Damit kann das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk in Krisen und Katastrophenlagen schnelle, koordinierte und hochprofessionelle Unterstützung leisten.