München/Neumarkt/Erlangen. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk (MHW) bündeln ihre Kräfte für eine widerstandsfähigere Gesellschaft: Gemeinsam haben die drei Hilfsorganisationen die Bayern-Allianz für Resilienz gGmbH gegründet. Ziel der Allianz ist es, die Krisenfestigkeit der bayerischen Bevölkerung nachhaltig zu stärken und Menschen dabei zu unterstützen, auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig Vorbereitung und Eigenvorsorge sind. Stromausfälle, Extremwetterlagen, Versorgungsengpässe oder andere Krisensituationen stellen Bürgerinnen und Bürger immer wieder vor neue Herausforderungen. Die Bayern-Allianz für Resilienz setzt genau hier an: Mit praxisnahen Kursen, Informationsangeboten und einer starken Vernetzung erfahrener Hilfsorganisationen soll Resilienz zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts werden.

Bereits in diesem Frühjahr sind die ersten KrisenScout-Kurse in Bayern gestartet. Die kostenlosen Mitmachangebote vermitteln allen Altersstufen alltagsnahes Wissen und praktische Fähigkeiten rund um Notbevorratung, Trinkwasseraufbereitung, Erste Hilfe in Krisensituationen, alternative Energieversorgung und den Umgang mit Ausfällen wichtiger Infrastruktur. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Angst vor Krisen, sondern die Frage, wie Menschen sich und andere bestmöglich vorbereiten und unterstützen können.

V. l.: Dr. Jarno Lang (ASB), Thomas Lobensteiner (MHW), Robert Schmitt (MHW) und Dr. Manuel Friedrich (DLRG), Initiatoren der Bayern-Allianz für Resilienz

Die Bayern-Allianz für Resilienz ist aus einem bereits bestehenden Netzwerk von ASB, DLRG und MHW entstanden. Um die gemeinsamen Aktivitäten dauerhaft zu sichern und die notwendigen personellen sowie organisatorischen Ressourcen effizient einsetzen zu können, wurde nun die gleichnamige gemeinnützige Gesellschaft gegründet. Sie schafft die Grundlage, um Resilienzangebote in Bayern langfristig auszubauen und noch mehr Menschen zu erreichen.

Als Geschäftsführer konnte die Bayern-Allianz Thomas Lobensteiner gewinnen. Durch seine langjährige Erfahrung im Ehrenamt sowie seine verantwortungsvollen Tätigkeiten im Bereich der Gefahrenabwehr bringt er wertvolle Expertise für den weiteren Aufbau der Allianz mit. Sein Engagement wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Krisenvorsorge in Bayern weiterzuentwickeln und die Bevölkerung für zukünftige Herausforderungen zu stärken.

„Eine resiliente Gesellschaft entsteht nicht erst in der Krise, sondern durch Vorbereitung, Wissen und gemeinsames Handeln“, sagt Thomas Lobensteiner. „Mit der Bayern-Allianz für Resilienz schaffen wir eine Plattform, die die Kompetenzen starker Hilfsorganisationen bündelt und gleichzeitig die Menschen vor Ort befähigt, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.“