Aus aktuellem Anlass: Es gibt sie doch! – Löschhubschrauber in Deutschland

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Während der Streit um fehlende Löschhubschrauber in Deutschland einschließlich der Zuständigkeiten voll entbrannt ist, stehen über das Medizinische Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V. (MHW) seit Tagen mehrere einsatzbereite Löschhubschrauber zur Verfügung.

Über eine eigene, rund um die Uhr erreichbare Alarmzentrale in München können über das MHW die Löschhubschrauber ziviler Luftfahrtunternehmen angefordert werden. Ihre Kompetenz haben die Mitglieder des MHW nicht zuletzt im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt, als diese mehrere Wochen lang mit fünf Löschhubschraubern den den Katastrophenschutz in Schweden bei der Waldbrandbekämpfung unterstützten.

Auch Länder wie Portugal, Spanien, Albanien oder Polen setzen in der Wald- und Flächenbrandbekämpfung regelmäßig Löschhubschrauber deutscher ziviler Luftfahrtunternehmen ein. In Deutschland kommen diese Ressourcen bisher kaum zum Einsatz, obwohl die Fähigkeiten der MHW Mitglieder im Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum (GMLZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hinterlegt und über dieses abrufbar sind.

Über das Netzwerk des MHW stehen in Deutschland derzeit bis zu fünfzehn (15) Löschhubschrauber – u.a. KMN Koopmann Helicopter aus Schleswig-Holstein, AEROHELI aus Brandenburg oder HTM Helicopter Travel Munich aus Bayern - zur Verfügung. Zählen wir unsere Mitglieder aus der Schweiz und Österreich hinzu, kann über die angeschlossenen zivilen Unternehmen auf über 30 Helikopter zugegriffen werden.

Bei den Helikoptern handelt es sich um speziell für den Löschwasser-Außenlasttransport aufgerüstete Flugmuster. Diese sind mit mindestens 1.000l fassenden Löschbehältern sowie speziellen Außenlasthaken und -seilen (sog. Longlines) ausgestattet und werden von einsatzerfahrenen Piloten geflogen. Dabei sind die Löschhubschrauber auf ein möglichst geringes Eigengewicht abgespeckt, um mehr Löschwasser transportieren zu können.

MHW im Einsatz: Hubschrauber unterstützen in Vechta (Niedersachsen) bei der Waldbrandbekämpfung

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Banner MHW Hilft Waldbrand 2019 JPG

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24.04.2019 13:15 Uhr - Update

Am Ostermontag, den 22. April 2019, wurde ein über mehrere Hektar Fläche ausgedehnter Brand im Goldenstedter Moor bei Vechta (Niedersachsen) festgestellt. Bei der Brandbekämpfung aus der Luft wurden die Feuerwehren neben Helikoptern von Bundespolizei und Bundeswehr auch von einer zivilen Maschine (Airbus AS 350 B3) unseres Mitglieds KMN Koopmann Helicopter GmbH mit 1.000l-Löschwasser-Außenlastbehälter unterstützt. Pilot Torben Koopmann, der für das MHW bereits in Schweden 2018 in der Waldbrandbekämpfung tätig war, wurde am 23. April um 14 Uhr alarmiert und konnte die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehren am Boden bis Sonnenuntergang bei den Löscharbeiten unterstützen.

Insgesamt führte er mit seinem Helikopter über 100 Wasserabwürfe (sog. Drops) durch und leistete einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Feuers bzw. zum Ablöschen der verbliebenen Glutnester.

Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Einsatzkräfte für die gute Zusammenarbeit!

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23.04.2019 15:00 Uhr - BREAKING NEWS
Ab 15:00 Uhr startet 1 Helikopter AS 350 B3 mit Löschwasseraußenlastbehälter (1000l) zur Bekämpfung eines ausgedehnten Moor- und Waldbrandes nach Vechta (Niedersachsen). Weitere Ressourcen sind aktuell in Klärung.

Im Einsatz unsere Mitglieder:

KMN Helicopters

Weitere Infos folgen...

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DRK Präsidentin besucht MHW Zentrale in München

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Am 08. März empfing MHW Präsident Robert Schmitt die amtierende Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes Gerda Hasselfeldt in der MHW Zentrale in München.

Nachdem Schmitt die Arbeit des MHW und seiner Mitglieder im Katastrophenschutz vorgestellt hatte, erfolgte ein gemeinsamer Austausch zu aktuellen Themen und Entwicklungen im Bevölkerungsschutz, der auch zukünftig beibehalten werden soll.

Helferempfang für die Einsatzkräfte der Schneekatastrophe 2019

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Am 20. Februar fand in der Residenz in München ein groß angelegter Staatsempfang für die Helferinnen und Helfer der Schneekatastrophe statt. Über 1.000 Einsatzkräfte aller beteiligter Rettungsorganisationen machten sich auf den Weg nach München und wurden dort durch das komplett anwesende Kabinett unter Führung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder empfangen.

Auch eine Delegation des MHW war vor Ort und vertrat alle eingesetzten Einsatzkräfte aus Oberbayern, denen wir auch von unserer Seite herzlich für ihr großes Engagement und die gute organisationsübergreifende Zusammenarbeit danken wollen.

Katastrophenalarm in Nürnberg/Fürth - Einsatz für MHW Mitglied RKT

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Am 18. Februar wurde bei Bauarbeiten im Bereich der Höfener Spange eine scharfe 250kg-Fliegerbombe gefunden.

Vor Ort stellte der Kampfmittelräumdienst fest, dass die Bombe über einen hochgefährlichen chemischen Langzeitzünder verfügte, was die sofortige Einrichtung eines Sicherheitsbereichs (Evakuierungsradius 1.000 m) erforderte.
Insgesamt mussten gut 8.000 Personen den Sicherheitsbereich verlassen. Neben den Hilfsorganisationen und Feuerwehren kam das MHW Mitglied RKT, das in Nürnberg über eine Rettungswache verfügt mit zusätzlichen Einheiten zum Einsatz, um u.a. die im Sicherheitsbereich liegende Schönklinik zu evakuieren.

Neben dem RKT-Großraumrettungswagen (Rettungsbus) kamen zwei Rettungs- und 7 Krankenwagen zum Einsatz.

Gegen 23 Uhr (Einsatzende 24:00 Uhr) konnte die Bombe erfolgreich gesprengt werden.

MHW im Einsatz: Schneechaos in Bayern

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Außergewöhnlich starker Schneefall hat im Januar 2019 in vielen Teilen Südbayerns für chaotische Verhältnisse gesorgt. In mehreren Landkreisen wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Auch verschiedene MHW Mitglieder aus Bayern und dem benachbarten Österreich kamen zum Einsatz, um die negativen Auswirkungen für die Bevölkerung möglichst gering zu halten. Aufgabe war es u.a., Bäume an stark frequentierten Verkehrswegen von der Schneelast zu befreien und zusätzliche sanitätsdienstliche Einheiten bereitzustellen, um die Einhaltung der Hilfsfristen zu gewährleisten.

MHW Mitglieder im Einsatz:

Ambulanz Rosenheim:
Bereitstellung einer SEG Transport zur Unterstützung des Rettungsdienstes und des Krankentransports im Landkreis Rosenheim

Helicopter Travel Munich:
Einsatz mehrerer Helikopter zur Lawinensprengung sowie zur Beseitung der Schneelast von Bäumen durch den Helikopterabwind (Downwash) u.a. am Sudelfeld sowie Spitzing, Bayrischzell, Lenggries sowie an der A8 bei Hofolding

Heli Austria:
Einsatz mehrerer Helikopter zur Lawinensprengung sowie zur Beseitung der Schneelast von Bäumen durch den Helikopterabwind (Downwash) im Landkreis Traunstein sowie im Berchtesgadener Land
Beitrag auf www.servus.com

Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften und Piloten für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft!

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