Größte Evakuierung nach dem Zweiten Weltkrieg: Fliegerbombenfund in Augsburg

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MHW-Hilfeleistungskontingent aus Oberbayern leistet Unterstützung in Augsburg


Ein Großaufgebot des Medizinischen Katastrophen-Hilfswerks (MHW) hat am ersten Weihnachtsfeiertag bei der Evakuierung von zahlreichen Anwohnern in Augsburg mitgewirkt. Wegen der Entschärfung einer 1,8 Tonnen schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten rund 54 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.
 
Wenige Tage zuvor hatten die Augsburger Rettungskräfte Unterstützung bei der Evakuierung angefordert. Zahlreiche in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen konnten nicht ohne fremde Hilfe ihre Wohnungen verlassen.

Das MHW – namentlich seine Mitglieder die Bäuerle Ambulanz, die MKT Krankentransport OHG, der MKT Verein für Rettungsdienst und Katastrophenschutz in Bayern, die Ambulanz Rosenheim GmbH, die Aicher Ambulanz Union, die IMS Rettungsdienst GmbH und die Firma Smart-Medical – war mit 25 Krankentransportwagen und drei Einsatzleitfahrzeugen im Einsatz. Insgesamt wirkten 70 Helferinnen und Helfer des MHWs am Einsatz mit.

Rund 560 Fahrten führten die verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort – unter anderem das MHW – im Auftrag der Einsatzleitung durch, bis gegen 15 Uhr auch die letzte Wohnung und das letzte Altenheim geräumt war. Auf die Räumung des Sperrgebietes folgte schließlich bis zum Abend hin die Entschärfung der Bombe, bevor die Patienten zurück in ihre Wohnungen transportiert werden konnten. Erst um 03:30 Uhr in der Nacht war der Einsatz nach 25 Stunden beendet.


 

Robert Schmitt, Präsident und Gesamteinsatzleiter des MHW:
„Es gilt zunächst die außerordentlich gute Zusammenarbeit der Einsatzkräfte untereinander zu loben. Auch das Zusammenspiel mit den anderen Hilfsorganisationen und den Behörden hat bestens funktioniert. Die Aufträge wurden höchst professionell abgearbeitet und die Technik hat einwandfrei ihren Dienst geleistet.
Hervorzuheben ist das enorme Engagement der Helferinnen und Helfer, nicht nur des MHWs, sondern aller Organisationen. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich am ersten Weihnachtsfeiertag so viele Einsatzkräfte selbstlos dazu bereit erklären, an einem durchaus anstrengenden und langen Einsatz mitzuwirken. Mich erfüllt es mit großem Stolz zu sehen, was diese Menschen geleistet haben.“

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